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Sinfonie Nr. 8 von Anton Bruckner

 

Du Ewiger, Du Einziger, Du Wahrer, Du Licht in unzugänglichem Licht,

Du, der Du von jenseits der Berge zu uns kommst in blendender Herrlichkeit,

Du, dessen Name LIEBE ist,

Liebe der Liebe, grundlose Liebe, anfanglose, ursprunglose Liebe,

Ins klingende Schweigen gehüllt,

Voll Töne der Stille,

Das Brausen der Meere, das Tosen der Tiefen ist leiser als Du.

Überkomme mich mit Deiner Klarheit,

Durchwalte mich mit Deiner Ewigkeit,

Durchschwinge mich mit Deinen Wellen,

Beruhige mich mit Deinem Hauch,

Durchwoge mich auf Wellen der Liebe,

Durchläutere mich in Deine Gewalt hinein,

Damit alles Unreine, alles Unlautere, alles Liebelose

Überwunden werde in Dein Bild hinein, Deinen anfanglosen Sohn.

Das Leuchten auf Seinem Antlitz hauche mich an,

Küsse mein verstelltes Antlitz.

Liebkosung erreiche mein verwundetes Herz,

Lasse Aufatmen jede Faser meines Leibes, des so geschundenen,

Öffne jede Zelle zur Hingabe an den Einen, Dich,

An die Liebe, die du selber bist.

Rufe mich heraus, befreie mich zu Dir hin,

Ziehe mich hinein in das große Fest ohne Ende,

Für das unsere Seele geformt,

Für das unser Geist gerufen wurde mit dem unergründlichen:

Volo ut sis.

Befreie mich in das Geheimnis meines Seins,

Selbstwerdung durch Selbstempfängnis.

Behauche mich mit Deinem Atem,

Der mich zu mir und zu Dir hin befreit,

Zur Umarmung in Deine Güte,

Dein Licht und Deinen Glanz.

Wirf Dein Feuer in mich,

Dass ich entbrenne, glühe für Dich,

Rein zu Dir, heil in Dir, selig für Dich.

 

 

Ich komme dorthin, woher ich komme.

Ich gehe dorthin, wohin ich Dich empfange.

Frei bin ich zu Dir hin.

Ich lebe aus Dir in Dich hinein.

Ich bin in Dir aus Dir in Dich hinein aus Dir heraus.

Ich durchschreite Landschaften meiner Seele, die ich nicht kenne.