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Eingetaucht ins Leid der Welt

 

Karwoche …

Eingetaucht ins Leid der Welt,
Geißelung, Schmähung,
Dornenkrönung, Verspottung,
Verletzung bis ins Mark.

Da, wo Du das Heiligste gibst,
Dich selbst, deinen Leib,
Deine ganze Liebe,
gibt Dir Judas den Kuss.

Auch wir, da wir geben
die ganze Liebe, zu der wir
fähig in unserer Schwachheit,
greifen Menschen mit Krallen.

Dein Blut fließt,
unser Blut fließt, wenn Wunden
geschlagen durch Blicke,
Ansprüche, Forderungen.

Eine Welt voller Projektionen,
das eigene mit dem Wohl
der anderen vertauscht. Gewalt
lauert auf Lippen, die speien.

So ausgeliefert ans Finstere,
Begehren und Sucht nach Nähe
kommt im Mantel der Güte
und beschmutzt die reinen Quellen.

Der Judasverrat lauert überall.
Nichts ahnt die Seele und wird
doch zum Opfer, eingehakt
hat sich das Gift ins Fleisch.

Verwirrung allenthalben, wer kann
sich retten aus dem Gewirr der Gefühle,
die kalt daherkommen und greifen
mit Krallen ins Innerste.

Allein die Hut in Deinem Herzen
kann ordnen das Chaos, das wir
im Gutmeinen anrichten im
vorgeblichen Wohlwollen für andere.

Die Seelenwelt das Schlachtfeld
unserer modernen Kriege. Der Schauplatz
hat gewechselt, der Terror nicht nur
im Außenfeld dieser Welt.

Allein die Stärke aus Dir und
in Dir kann retten aus dem
Schiffbruch dieser Welt. Die Arche
bist Du, Dein Herz, Dein Leib.

Dein Blut gibt Richte und Fährte
in den Fluten der Stürme.
Deine Seite ist Ruhstatt in den
Beben Deines Kommens von oben.

Reich uns die Hand, dass im Sturm
auf dem Meer die sichere Fahrt
gelinge. Dein mächtiges Wort stillt,
und schenke Ruhe in Dir.