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Wer ist Gott?

 

Herzeleid (zu Parzival):

Ach, er ist in dir.
Du kennst ihn wohl.

Gott ist ein großes Licht.

Ein heilger Vater.

Der hellste Mann, der strahlendste, der hehrste,
des Schönheit, Güte, ohne Maßen ist.
Der alles schuf und alles trägt und leitet
und selber alles ist und alles Ding durchstrahlt
und – ach, ich habe Atem nicht und Worte –

Es sehn ihn, die ihn lieben.
Dann glühen sie und staunen nach ihm hin
und all ihr Sein ist betendes Entfachen.

Weil es nicht Wort,
nicht Stimme gibt, gerecht von ihm zu künden.

Viel Geister sind um ihn,
viel klare, heilge, strahlende Gestalten,
voll Kraft und Glut, gehorsam seinem Wort,
die Angesichter leuchtend aufgehoben,
was ihnen sein Geheiß verkünden möge,
dass sie es tun.

Viel schöner als ein Wesen hier auf Erden,
das leuchtendste, das je gewesen ist,
und groß und allgewaltig wie das Feuer.

Wenn du sie sähest, alsdann knietest du
zur Erde hin und faltetest die Hände.

[13]

 

Aus: Arthur Maximilian Miller, Der Gral