Gottes Reichtum macht uns reich
Jesus, Du erzählst uns ein Gleichnis:
Ein reicher Mensch hatte einen Verwalter … (Lk 16,1ff.).
Dieser Reiche ist Dein und unser Vater.
Dieser Reiche ist Dein Vater, und Er macht Dich reich, unendlich reich, mit göttlicher Fülle reich.
Denn Du bist ja Sein Sohn.
Dieser Reiche ist auch unser Vater, denn Du lehrst uns ja zu beten: Vater unser im Himmel.
Und dieser Vater macht uns reich, überschüttet uns mit überfließendem Reichtum.
Als Sein Sohn bist Du Sein göttlicher Verwalter: Alles ist Dir vom Vater übergeben, alles!
Was Deinem Vater gehört, gehört Dir, denn Er sagt zu Dir: Alles, was mein ist, ist Dein!
Und Deine Verwaltung ist vollkommen: Das Leben, das Du vom Vater ungeteilt empfängst, vermehrst Du in die Ewigkeiten der Ewigkeiten.
Die Liebe, die Du vom Vater empfängst, ist Liebe ohne Ende, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Diese Liebe reichst Du an uns weiter, denn aus Liebe und zur Liebe hast Du uns mit dem Vater und dem Heiligen Geist erschaffen.
Nach Deinem Bilde sind wir erschaffen: Im Spiegel dieses Bildes will der Vater sich erkennen.
Doch ach: Wie ist es um unsere Verwaltung bestellt? Wir verschleudern das Vermögen.
Wir empfangen die Gabe nicht, sondern machen sie zu unserem Besitz, machen sie zu Geld, teilen und vergeuden sie.
Doch welcher Art ist die Gabe unseres Vermögens, das wir empfangen haben von Dir?
Sie ist eine Gabe der Liebe: ungeteilt und unteilbar, völlig umsonst und nicht verhandelbar, gratis und nicht verrechenbar, verfügt und nicht verfügbar, reich und ganz arm.
Diese Gabe des Vermögens ist ein Gut in Wahrheit: In Dir, der Wahrheit, ist es uns gegeben.
Nur in Dir können wir es empfangen, außerhalb Deiner ist es uns verschlossen.
Du reichst es uns, weil in dieser Gabe Du selbst die Gabe bist.
Verwalter Gottes können wir sein, wenn wir es in Dir sind.
Ein reicher Mensch hat einen Verwalter: Der reiche Vater hat Seinen Sohn, und wir sind Söhne (und Töchter) im Sohn, im Menschen- und Gottessohn.
Dank sei Gott!