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Gesetz des Lebens in Christus

 

Das neue Leben, das die Christen durch den Glauben empfangen haben, ist: Sein in Christus. Diesem neuen Sein entspricht ein neues Gesetzt: das Gesetz des Geistes, das Gesetz des Lebens in Christus Jesus. Dieses neue Gesetz des Lebens wechselt das Gesetz des Todes ab, das Folge der Sünde ist: Röm 8,1 Es gibt also für die, die in Christus Jesus sind, keine Verurteilung mehr. 2Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich vom Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht.

 

Dem Gesetz des Todes ist das ‚Fleisch’ unterworfen. Diesem Gesetz sollen wir nicht folgen, sondern dem Gesetz des Geistes: Röm 8,3Da nämlich das Gesetz nichts vermochte, weil es wegen des Fleisches schwach war, sandte Gott seinen eigenen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verurteilte dadurch die Sünde im Fleisch, 4damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. Jesus wirkte durch seine Erlösung die Verurteilung der Sünde im Fleisch. Unser Dasein im Fleisch ist also diesem Gesetz unterworfen. Der Zustand der Welt entspricht diesem ‚Sein dem Fleisch nach’.

 

In diesem Sinne gibt es das ‚fleischliche Sein’ und das ‚geistliche Sein’: fleischlich sein heißt, dem Gesetz des Fleisches folgen, geistlich sein heißt, dem Gesetz des Geistes folgen: RÖM 8,5Denn die fleischlich geartet sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht, die aber geistlich geartet sind, nach dem, was dem Geist entspricht.

 

Somit gibt es zum Himmel strebende Kräfte in uns und solche, die nach unten ziehen. Es gibt das Trachten des Geistes und das Trachten des Fleisches, also einander entgegengesetzte Strebekräfte. Lassen wir uns leiten von den Kräften des Geistes, kehren Leben und Frieden in uns ein; lassen wir uns leiten von den Kräften des Fleisches, ernten wir Tod:Röm 8, 6Das Trachten des Fleisches führt zum Tod, das Trachten des Geistes aber zu Leben und Frieden. 7Das Trachten des Fleisches ist ja Feindseligkeit gegen Gott; denn es ordnet sich nicht dem Gesetz Gottes unter und kann es auch gar nicht. Es gibt also eine Feindseligkeit gegen Gott in dieser Welt. Das Wesen diese Feindseligkeit ist Hochmut als Gegenpol zur Demut, der Unterordnung unter Gott. Indem wir uns also nicht den Kräften der Sünde in unserem Fleisch unterordnen, lernen wir, uns Gott allein unterzuordnen und ihm allein zu dienen: Röm 8,8Die vom Fleisch bestimmt sind, können darum Gott nicht gefallen. 9Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, vorausgesetzt, dass der Geist Gottes in euch wohnt. Wenn aber jemand den Geist Christi nicht hat, so gehört er nicht zu ihm.

 

Der neue Weg ist also: in Christus sein, vom Geist geleitet und belebt zu sein und somit am Leben teilhabend: Röm 8,10 Ist aber Christus in euch, so ist der Leib zwar um der Sünde willen tot, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.

 

Solang wir in diesem sterblichen Leib sind, erfahren wir die in beide Richtungen ziehenden Kräfte. Da wir jetzt schon den Anteil des Geistes erhalten haben, haben wir die Möglichkeit, den Kräften des Geistes zu folgen. Dies bedarf allerdings einer immer neuen Entscheidung und Ausrichtung unseres Seins. Da aber jetzt schon der Geist Christi in uns wohnt, wird er auch unseren sterblichen Leib lebendig machen. Die Frage ist, welcher Art die Wirkung des in uns lebenden Geistes auf unseren sterblichen Leib jetzt schon ist: Röm 8,11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch euere sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen in euch wohnenden Geist? Auf jeden Fall gibt es ein vorbereitendes Wirken des Geistes auf unseren jetzt noch sterblichen Leib. Gemäß den Aussagen von Paulus im Korintherbrief müssen wir aber annehmen, dass der neue, vom Geist ganz belebte Leib jetzt schon vorbereitet wird und wächst und dereinst offenbar wird bei der Auferstehung des Fleisches: 1 Kor 15,35 Aber, wird einer sagen, wie werden denn die Toten auferweckt? Mit was für einem Leib kommen sie? 36Du Tor! Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht zuvor gestorben ist. 37Und was du säst – du säst nicht die Gestalt, die erst entstehen soll, sondern ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel vom Weizen oder sonst einem Gewächs. 38Gott aber gibt ihm die Gestalt, wie er sie vorgesehen hat, einem jeden Samen seine besondere. 39Nicht alle Lebewesen sind von gleicher Gestalt. Ihre besondere Gestalt haben die Menschen, eine andere die Landtiere, eine andere die Vögel, eine andere die Fische. 40Auch gibt es himmlische Körper und irdische Körper. Die Schönheit der himmlischen ist anders als die der irdischen, 41der Glanz der Sonne ist anders als der Glanz des Mondes und anders als der Glanz der Sterne. Durch seinen Glanz unterscheidet sich ja ein Stern vom anderen. 42So verhält es sich auch mit der Auferstehung der Toten. Gesät wird in Verweslichkeit, auferweckt in Unverweslichkeit. 43Gesät wird in Unansehnlichkeit, auferweckt in Herrlichkeit; gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Kraft. 44Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein geistiger Leib. So gut es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen geistigen. 45Steht doch auch geschrieben: Der erste Mensch Adam wurde zu einem irdischen lebenden Wesen; der letzte Adam zu Leben spendendem Geist. 46Aber nicht das Geistige kommt zuerst, sondern das Irdische, dann das Geistige. 47Der erste Mensch ist aus Erde, ist irdisch; der zweite Mensch stammt aus dem Himmel. 48Wie der Erdhafte, so sind auch die Erdhaften, und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen. 49Und wie wir das Abbild des Erdhaften trugen, werden wir auch das Abbild des Himmlischen tragen. 50Das aber versichere ich, Brüder: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben, noch erbt die Vergänglichkeit die Unvergänglichkeit. 51Seht, ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wohl aber werden wir alle verwandelt werden 52und zwar plötzlich, in einem Augenblick, beim Schall der letzten Posaune; die Posaune wird nämlich erschallen und die Toten werden in Unvergänglichkeit auferweckt werden und wir werden verwandelt werden. 53Denn dieses Vergängliche muss sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit. 54Wenn sich aber einmal dieses Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet hat und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod in den Sieg.55Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel?56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde das Gesetz. 57Doch Gott sei Dank, der uns den Sieg verleiht durch unseren Herrn Jesus Christus. 58Also, meine lieben Brüder, seid fest und unerschütterlich; seid allezeit voll Eifer im Werk des Herrn; wisst ihr doch, dass im Herrn euere Mühe nicht vergeblich ist.

 

Da wir die Hoffnung auf die Auferstehung unseres Leibes und seine Verwandlung haben, gilt es jetzt nach dem Geist zu leben: Röm 8,12 Wir sind also, Brüder, nicht dem Fleisch verpflichtet, dem Fleisch gemäß zu leben. 13Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.

 

Es gilt also, dem Geist der Sohnschaft entsprechend zu leben: Röm 8,14 Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. 15Ihr habt doch nicht einen Sklavengeist empfangen, dass ihr euch wieder fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Durch den Geist der Sohnschaft, den Gott uns schenkt, werden wir zu einem echten Gegenüber für Gott, zu Seinen Mitarbeitern (synergoi): Röm 8,16 Der Geist selbst bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. 17Wenn aber Kinder, dann auch Erben, Erben Gottes, Miterben Christi, wenn wir mitleiden, um auch mitverherrlicht zu werden.

 

Der Weg zur Vollendung geht dabei über den des Mitleidens; die Herrlichkeit muss erlitten werden, weil es um unsere Verwandlung geht, darum nämlich, dass wir die verloren gegangenen Herrlichkeit uns wieder aneignen. Diese ist einerseits Geschenk, andererseits Wirkung unserer Mitwirkung.

 

Treibende Kraft auf diese Vollendung hin ist unsere Sehnsucht nach der Herrlichkeit: Röm 8,18 Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit in keinem Verhältnis stehen zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. 19Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. 20Wurde doch die Schöpfung nicht aus eigenem Willen der Nichtigkeit unterworfen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, mit der Hoffnung, 21dass auch die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werde zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. 22Wir wissen ja, dass die gesamte Schöpfung bis jetzt seufzt und in Wehen liegt. 23Und nicht nur das, auch wir, die wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und erwarten die Sohnschaft, Erlösung unseres Leibes. 24Denn zur Hoffnung sind wir gerettet worden. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, was man sieht? 25Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann erwarten wir es in Geduld. 26Ebenso nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Wir wissen ja nicht, um was wir bitten sollen, wie es sich gehört. Da tritt der Geist selbst für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. 27Der aber die Herzen erforscht, kennt das Anliegen des Geistes, dass er nämlich nach Gottes Willen für die Heiligen eintritt. 28Wir wissen auch, dass Gott denen, die ihn lieben, alles zum Guten wirkt, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. 29Denn die er im voraus erkannt hat, hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei. 30Die er aber vorherbestimmt hat, hat er auch berufen; die er aber berufen hat, hat er auch gerechtfertigt; und die er gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.