Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Hymnus der byzantinischen Liturgie zu Pfingsten

Stichera Idiomela zu Psalm 140ff.; aus: Osterjubel der Ostkirche, Hymnen aus der fünfzigtätigen Osterfeier der byzantinischen Kirche, Verlag Regensberg, Münster, 3. Aufl. 1988, S. 537

 

Überraschende Dinge habe ich heute geschaut:
Alle Völker in der Stadt Davids,
als der Heilige Geist sich in Feuerzungen herabließ,
wie der aus Gott redende Lukas kundgetan hat.
Denn er sagt:
Als Christi Jünger versammelt waren,
da erhob sich ein Brausen,
wie wenn daherfährt ein gewaltiger Sturm,
und erfüllte das Haus, in welchem sie saßen.
Und alle begannen die Stimme laut erschallen zu lassen in neuen Worten,
in neuen Lehren, in neuen Unterweisungen über die Heilige Dreiheit.

Stets war und ist und wird sein der Heilige Geist
Nicht hat er Anfang, nicht hat er ein Ende.
Nein, stets ist vereint er Vater und Sohn,
stets wird er zu ihnen gezählt.
Leben ist er und Leben wirkt er.
Licht ist er und Spender des Lichts.
Selbst ist er der Gute und die Quelle der Güte.
Durch ihn wird der Vater erkannt und verherrlicht der Sohn.
Durch ihn wird von allen erkannt eine einzige Macht,
ein Band und eine Anbetung der Heiligen Dreiheit.

Der Heilige Geist ist Licht und Leben und lebender, geistiger Quell:
Geist der Weisheit, Geist der Einsicht,
der gute, gerade, geistige, lenkende, von Fehlern läuternde Geist.
Gott und vergöttlichend.
Feuer ist er, das hervorgeht aus Feuer.
Er redet und wirkt und teilt aus die Gnadengeschenke.
Durch ihn wurden alle Propheten und Gottesapostel
samt den Martyrern gekränzt.
Eine neue Botschaft, ein neues Schauspiel,
ein Feuer, das sich teilt zur Austeilung der Gnadengeschenke.

Himmlischer König, Tröster, du Geist der Wahrheit,
Allgegenwärtiger, der All Erfüllender,
Schatzhüter der Güter und Spender des Lebens,
komm, schlage auf in uns dien Zelt
und läutere uns von allem Makel
und errette, Gütiger, unsere Seelen.