Mariä Geburt
Jemand sprach so über die Gottesmutter Maria:
Sie ist die Jungfrau. Sie ist die Einzige. Sie ist die Vollkommene.
Sie ist, wie sie erdacht wurde. So wurde sie geboren. So ist sie geblieben.
So wurde sie gekrönt. So ist sie in Ewigkeit. Sie ist die Jungfrau.
Sie ist ein Abgrund der Unberührtheit, der Reinheit, der Gnade,
der sich verliert im Abgrund, aus dem sie stammt: Gott.
Unberührtheit, Reinheit, vollkommenste Gnade.
Sie ist die Jungfrau.
Zu der der Engel sprach: Freue Dich!
Die der Geist überschattete und ihr den Sohn schenkte.
Sie ist die Unbefleckte Empfängnis, die Empfangende.
Sie empfängt, was der Allmächtige ihr gibt.
Sie empfängt als reines Gefäß:
Mir geschehe nach Deinem WORT.
Und das WORT wurde Fleisch, in ihr, der Jungfrau.
Das WORT betrat dieses Heiligtum, der Tempel Gottes.
Das WORT trat ein, wie einst der Auferstandene eintrat.
So wird die Jungfrau Mutter, Mutter des Allerhöchsten.
Sie ist die Einzige.
Unter allen Geschöpfe die Einzige.
Das Geschöpft unter vielen, die Einzigartige.
Mich hat der HERR geschaffen als Erstling seines Waltens,
als frühestes seiner Werke von urher.
Ich ward vor aller Zeit gebildet,
von Anbeginn, vor den Uranfängen der Erde. (Spr 8,22f.)
Sie ist der Mensch, nach Gottes heiligem Willen.
In ihr erschaut der Allerhöchste
das Wunder seiner Schöpfung.
Sie ist die Vollkommene.
Zu ihr spricht ER: Es ist sehr gut!
Alle Schönheit des Himmels
in ihr versammelt.
Alle Liebe der göttlichen Tiefe
in dieser einen Perle.
Sie ist vollkommenes Bild
des göttlichen Künstlers.
An ihr hat ER seine ewige Freude.
Sie ist, wie sie erdacht wurde.
Kein Jota fehlt an ihr.
Alle Schönheit des Himmels und der Erde
in ihr versammelt.
In ihr spiegelt sich der Ewige Logos.
Gedanke und Verwirklichung,
in ihr sind sie eins.
So wurde sie geboren.
Sie, der Ewige Gedanke Gottes.
Sie, in der alle Schönheit versammelt.
Sie, das Licht Gottes unter den Menschen.
Sie, das Tor des Ewigen Lichtes, ihres Sohnes.
Sie, die Krone aller Geschöpfe.
Sie, die Königin der Engel.
Sie, der Edelstein in des Vaters Hand.
Sie, die Krönung des Kosmos.
So ist sie geblieben.
In die Ewigkeiten der Ewigkeiten
ist sie die Melodie des Ewigen.
Das Himmlische Jerusalem
hat in ihr ihre Königin.
Als Mutter der Kirche
ist sie die Schale des Altares.
Der Ewige Hohepriester ist ihr Sohn.
Sie, die Braut
des Bräutigams, ihres Sohnes.
So wurde sie gekrönt. So ist sie in Ewigkeit. Sie ist die Jungfrau.
Sie ist ein Abgrund der Unberührtheit, der Reinheit, der Gnade,
der sich verliert im Abgrund, aus dem sie stammt: Gott.
Unberührtheit, Reinheit, vollkommenste Gnade.