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Das Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes im Licht der Liturgie

 

Der Ausweg aus der dem Tod verfallenen Welt ist die Menschwerdung des Sohnes Gottes. Jesus Christus ist dieser Mensch gewordene Sohn Gottes, des Vaters. Diese Menschwerdung des Gottessohnes ist das Werk des Heiligen Geistes. Es wird uns überliefert durch den Evangelisten Lukas in seinem Evangelium (Lk 1,26ff.).

In der Liturgie des Fests Verkündigung des Herrn feiern wir dieses Geheimnis (Hl. Messe, Stundengebet der Kirche). Im Lichte der verschiedenen Gebetstexte können wir uns leiten lassen, dieses Geheimnis tiefer in uns aufzunehmen, damit es auch uns verwandelt.

„Christus, das ewige Wort, nahm heute Fleisch an für uns; kommt, wir beten ihn an!“ (Antiphon des Invitatoriums, Eröffnung der sog. Lesehore des Stundengebetes)

Jesus ist der Christus, der Messias, der mit dem Hl. Geist gesalbte. Weil Er mit dem Vater und dem Heiligen Geist der eine Gott ist, gilt ihm höchste Verehrung und Anbetung. Ihn anbeten heißt doch, das ganze eigene geschöpfliche Sein auf denjenigen ausstrecken, der das Leben ist und das Leben schenkt: Gott.

Jesus Christus ist das ewige Wort, wie der Evangelist Johannes sein tiefstes Wesen zu Beginn seines Evangeliums beschreibt: In Anfang ( = Ursprung) war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. (Joh 1,1f.) Er ist das Wort des Vaters, des Allmächtigen, des Schöpfers Himmels und der Erde. (vgl. Credo). Durch dieses Wort hat der Vater die Welt erschaffen. (Gen 1) Durch dieses Wort hat die Schöpfung, sichtbare und unsichtbare, Bestand.

Dieses Wort Gottes nahm Fleisch an und wohnt hinfort unter uns. (Joh 1,14) Er wurde Mensch, nahm die menschliche Natur an, in all ihrer Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit und Schwäche. Der Hl. Paulus beschreibt dieses Geheimnis so: Er, der in Gottesgestalt war, erachtete das Gottgleichsein nicht als Beutestück, sondern er entäußerte sich selbst [Kenose], nahm Knechtsgestalt an und ward den Menschen gleich. (Phil 2,6f.)

Dieses Geheimnis geschieht heute: in immerwährender Gegenwart, bleibend. Dieses Heute wird durch den Hl. Geist Gegenwart, wenn wir es feiern und bedenken.

Ihm, der solches für uns tat, zur Erlösung der ganzen Schöpfung, Ihm gebührt als Gott Anbetung.

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, damit wir die Sohnschaft erlangten.“ (1. Antiphon der Lesehore)

Hier wird Gal 4,4 zitiert: Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen. Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.

Ziel der Menschwerdung Gottes ist die Sohnwerdung des Menschen: Der erlöste Mensch empfängt die Sohnschaft Gottes. Der Mensch ist nunmehr nicht nur vollkommenes Geschöpf, sondern empfängt die Sohnschaft des Sohnes Gottes, er wird aus Gott geboren (Joh 1,13). Von nun an darf der Mensch Verweilen in den Tiefen des göttlichen Lebens. (Hl. Johannes Paul II.)

Dies alles wird uns geschenkt, vermittelt durch eine Frau: Maria, die immerwährende Jungfrau. Sie ist wahrhaft die Gottesgebärerin. Sie empfängt vom Heiligen Geist den Sohn Gottes, Er wird ihr Sohn in ihrem Fleisch. Sie gebiert den Sohn Gottes als Mensch, damit Er unter uns wohne. Sie ist der neue Tempel Gottes, das neue Zion, in dem Gott in Seinem Sohn wohnt. Sie ist der Tabernakel Gottes, als ewige Frau, immerwährende Jungfrau. Ps 2 verkündet: Ich selber habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg. (1. Psalm der Lesehore) Maria ist dieser heilige Berg Zion. Und Gott Vater kann sagen: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt. (ebd.) Der einziggeborene, einziggezeugte Sohn des Vaters wird ‚eingesetzt‘ in Maria. Vom Heiligen Geist überschattet (Lk 1,35; vgl. Mt 1,20), empfängt sie den Sohn Gottes als ihren Sohn. Und dieses Geheimnis ist ein bleibendes.

Und wir werden eingeladen: Mit Furcht dient dem Herrn, jubelt ihm zu mit Beben, küsst den Sohn. (ebd. Ps 2)

Christus spricht bei seinem Eintritt in die Welt: Einen Leib hast du mir bereitet. Siehe, ich komme, deinen Willen, o Gott, zu erfüllen.“ (2. Antiphon der Lesehore)

Hier wird Ps 40 zitiert, auf den sich auch der Hebräerbrief bezieht: Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, / doch einen Leib hast du mir bereitet; / an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen. Da sagte ich: Siehe, ich komme – / so steht es über mich in der Schriftrolle –, / um deinen Willen, Gott, zu tun. (Hebr 10)

Deinen Willen zu tun, mein Gott, war mein Gefallen und deine Weisung ist in meinem Innern. (Ps 40,9) Dieses Wort deutet der Hebräerbrief als Wort des Sohnes Gottes an Seinen Ewigen Vater, der die Menschwerdung im Schoß der Gottesmutter Maria vollzog. Jesus tritt bei der Verkündigung des Engels an Maria als Mensch ein in diese Welt, nimmt einen Leib an, in allem uns gleich, außer der Sünde, um die Sünde der Welt zu tilgen.

Der Leib, das konkreteste Zeichen der Liebe, dass uns Gott geschenkt hat, ist auch der verwundbarste Teil des Menschen. Die Frucht vom Baum war ein leibliches Zeichen. Im Leibe hat der Mensch gesündigt. Im Leibe wird der Menschensohn das Opfer der Erlösung bringen. Im Leibe wird Er auferstehen, um uns die Auferstehung des Fleisches zu schenken.

Gott hat seine Liebe unter uns offenbart: Er hat seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt, damit wir durch ihn leben.“ (3. Antiphon der Lesehore)

Darin offenbarte sich die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. (1 Joh 4) So verkündet es uns Johannes in Seinem Brief.

Das Ewige Leben empfangen wir, indem derjenige, der das Leben ist, der Sohn Gottes, Mensch wird, eintaucht in die menschliche Welt, die das Ewige Leben verloren hat.

In allen Variationen betont der Hl. Paulus dieses Geheimnis immer wieder neu: Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. (Röm 11,36) Wir haben nur einen Gott, den Vater. Von ihm stammt alles und wir leben auf ihn hin. Und Einer ist der Herr: Jesus Christus. Durch ihn ist alles und wir sind durch ihn. (1 Kor 8,6) Denn in ihm wurde alles erschaffen / im Himmel und auf Erden, / das Sichtbare und das Unsichtbare, / Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; / alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen. (Kol 1,16)

 

In der Lesung der Lesehore aus dem Buch der Chronik hören wir die Verheißung des HERRn an David: Der HERR wird wir ein Haus bauen. Wenn deine Tage erfüllt sind und du zu deinen Vätern gehst, dann werde ich einen von deinen Nachkommen, einen von deinen Söhnen, als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Er wird für mich ein Haus bauen und ich werde seinem Tron ewigen Bestand verleihen. Ich will für ihm Vater sein und er wird für mich Sohn sein.(1 Chr 17, 1ff.)

Diese Verheißung lässt offen, in welcher der nachfolgenden Generationen dieser Sohn erstehen wird, es könnte Salomo gemeint sein, oder auch ein späterer. Teilweise erfüllt sie sich in Salomo, weil er ja wirklich in Jerusalem einen Tempel bauen wird, dem Gott auch seine Gegenwart schenkt. Doch es ist ein vergänglicher Tempel, der wieder zerstört werden wird.

Im Gespräch mit Seinen Zeitgenossen spricht Jesus einmal von diesem Tempel: Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. (Joh 2,19) Der Evangelist stellt klar: Er aber meinte den Tempel seines Leibes. 22 Als er von den Toten auferweckt war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. (Joh 2,21f.)

Jesu Leib also ist der neue und endgültige Tempel. Dieser Tempel wird errichtet, als der Engel Maria die Botschaft bringt. Dieser Tempel bekommt seine Ewigkeitsgestalt, als Jesus von den Toten aufersteht und zum Vater zurückkehrt. Dieser Tempel ist unter uns, wenn wir in der Eucharistiefeier die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi erleben. Mit diesem Tempel bleibt Jesus immerdar bei uns. Er ist mitten unter uns. Ihn gilt es im Gebet und im Geist zu betreten. Die Tore stehen offen, die Tore es Ewigen Jerusalem.

Beschrieben wird dieser Tempel in Offb 21.

Im Brief an Flavian werden uns vom Hl. Papst Leo dem Großen (+461) die Geheimnisse der Menschwerdung in außergewöhnlicher Tiefe erschlossen. (Lesung der Lesehore; kursiv Zitate)

Es geht um die Heilung von der Krankheit der Sünde. Die Schöpfung ist krank, weil die Ur-Sünde Adams auf alle Menschen gekommen ist.

Das Heilmittel unserer Lage: der eine und derselbe Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Jesus Christus

Mit der Menschwerdung des Gottessohnes geschah ein heiliger Tausch: Die Majestät hat die Niedrigkeit angenommen, die Kraft die Schwachheit, das Ewige die Sterblichkeit.

Gott selbst ist die unverletzliche Natur, die sich mit der durch die Schuld gefangene Natur des Menschen und des ganzen Kosmos verband: Um die Schuld zu lösen, die auf uns lastet, verband sich die unverletzliche Natur mit der leidensfähigen.

In der göttlichen Natur blieb Jesus unsterblich, in der menschlichen Natur sollte er sterben können.

Der wahre Gott ist also geboren worden in der unverkürzten und vollen Natur eines wahren Menschen, ganz Gott in seinem Bereich, ganz Mensch in dem unsrigen.

Unseren Bereich nenne ich, was der Schöpfer in uns am Anfang ins Dasein rief und was er annahm, um es wiederherzustellen.

Das Werk der Schlange, des Versuchers des Menschen, deutet Leo so: Von dem, was der Betrüger hereinbrachte und was der Mensch getäuscht hereinließ, gibt es im Erlöser keine Spur. Wenn er sich den Schwächen des Menschen unterwarf, so hatte er deswegen doch nicht teil an unseren Sünden.

Unsere Schwäche, die Schwäche der menschlichen Natur, hat der Sohn Gottes durch Seine Menschwerdung kennengelernt. Wir brauchen nur an den Kreuzweg denken, Jesu mehrmaligen Fall zu Boden u. a.

Er nahm Sklavengestalt an, ohne sich mit der Sünde zu beschmutzen. Er erhöhte das Menschliche, ohne das Göttliche zu mindern; denn die Entäußerung, in der sich der Unsichtbare sichtbar darbot und der Herr und Schöpfer aller Dinge ein Sterblicher sein wollte, war eine Herablassung der Barmherzigkeit, nicht eine Einbuße an Macht. Er, der in der Gestalt Gottes den Menschen schuf, er wurde in Sklavengestalt ein Mensch. Der Sohn Gottes tritt also in unsere Welt ein, steigt vom Thron des Himmels herab und wird in einer neuen Ordnung und in einer neuen Geburt gezeugt, ohne sich der Herrlichkeit des Vaters zu begeben.

  • Der Sohn Gottes nahm Sklavengestalt an, ohne sich mit der Sünde zu beschmutzen.
    • Nicht die Schwachheit der Menschennatur ist die Ursache der Sünde, sondern das Absehen von Gottes Willen und das Einwilligen in etwas, was nicht Gott ist.
  • Der Sohn Gottes erhöhte das Menschliche, ohne das Göttliche zu mindern.
    •  Der Mensch war nach dem Bilde Gottes geschaffen, Ihm ganz und gar ähnlich.
    • Durch das Einstimmen in die Versuchung stürzt er sich selbst aus der Höhe in die Tiefe: Sein wollen wie Gott macht ihn unähnlich zu Gott.
  • Seine Herablassung war eine der Barmherzigkeit, nicht der Einbuße an Macht.
    •  Indem der Sohn Gottes der Diener aller wurde, sich unter die Schmach des Kreuzes gebeugt hat, hat Er nicht Seine Macht eingebüßt.
    • Seine unendlich größere Macht besteht in Seiner Liebe: Langmut und Geduld.
  • Er, der in der Gestalt Gottes den Menschen schuf, er wurde in Sklavengestalt ein Mensch.
    •  Wenn Gott den Menschen erschafft, spricht Er: Alles, was mein ist, ist Dein. (Lk 15) Er gibt ihm Anteil an Seinem göttlichen Wesen.
    • In dieser Liebe beugt sich Gott unter den Menschen, um ihn zu erheben.
  • Indem der Sohn Gottes Mensch wird, verliert er die Herrlichkeit des Vaters nicht,
    sondern er wird in einer neuen Ordnung und in einer neuen Geburt gezeugt.
    •  Bei der Verkündigung des Engels wird er in eine neue Ordnung und in einer neuen Geburt gezeugt.
    • Dass Jesus in einer ganz neuen Ordnung Mensch ist, offenbart Er in den Zeichen und Wundern, die er tut.
    • Höhepunkt dieser neuen Ordnung: Die Verklärung auf dem Berg.

Diese neue Ordnung und diese neue Geburt, in der der Sohn Gottes gezeugt wurde. Worin besteht sie?

  • Unsichtbar in seinem Bereich, wurde er sichtbar in dem unsrigen:
    • Als Gott unsichtbar, als Mensch sichtbar, und doch der Eine und Selbe,
    • unfassbar, wollte er sich erfassen lassen:
      • als Gott bleibt er unfassbar, als Mensch berührte er körperlich Kranke und umarmte sie;
      • als Gott übersteigt er jedes Fassungsvermögen des Menschen, als Mensch hatte er eine ganz bestimmte Gestalt;
      • er blieb überzeitlich und begann doch ein Dasein in der Zeit:
        • Als Gott ist Er der Ewige, ohne Anfang und Ende, über jeden Ablauf der Zeit erhaben; als Mensch durchlief er das Wachstum von der Empfängnis im Leib der Mutter, über die Geburt und Jugend hin zum Erwachsenenalter; Er lernte leben in allen Wechselfällen des Lebens;
        • der Herr des Weltalls verhüllte seine unermessliche Herrlichkeit und nahm Sklavengestalt an:
          • Als Gott ist Er derjenige, der über den Cherubim thront, dessen Herrlichkeit niemand schauen kann; als Mensch wurde Er der geringste von allen, schwitzte Blut in Getsemani, erlitt die Geißelung, wurde an Händen und Füßen durchbohrt;
          • Gott, der keines Leidens fähig ist, weigerte sich nicht, ein leidensfähiger Mensch zu werden und sich, obwohl unsterblich, dem Gesetz des Todes zu unterwerfen:
            • Als Gott ist er keiner Veränderung unterworfen, immer gleich an Herrlichkeit, in ungetrübter Unsterblichkeit und Lebendigkeit; als Mensch gab Er sich hin im Tod, doch Sein Tod ist Leben in der Einheit von Leben und Tod (Ferdinand Ulrich).
            • Der wahrer Gott ist, ist wahrer Mensch, und an dieser Vereinigung ist nichts trügerisch:
              • Unvermischt und ungetrennt ist Jesus ganz Mensch und ganz Gott, wahrer Gott vom wahren Gott; und doch ist Er wahrer Mensch, Träger dieser menschlichen Natur ist die Person des Sohnes Gottes;
              • Menschliche Niedrigkeit und Erhabenheit Gottes sind in ihr ja verbunden:
                • In Seiner Einheit von Gottheit und Menschheit in Seiner göttlichen Person ist der über alles erhabene Gott in die Niedrigkeit der menschlichen Natur verschenkt, als die sich selbst verschenkende und sich hingebende Liebe, der eine Gott.

Gottheit und Menschheit sind in Jesus auf unsagbare Weise miteinander verbunden in Einheit:

Denn wie sich Gott durch sein Erbarmen nicht ändert, so wird der Mensch nicht aufgehoben durch die göttliche Würde. In der Gemeinschaft mit der andern Natur tut eine jede, was ihr zukommt: Das Wort wirkt, was des Wortes ist, der Mensch vollbringt, was des Menschen ist. Die eine Natur leuchtet in den Wundern auf, die andere unterliegt den Schmähungen, und wie das Wort die Wesensgleichheit mit dem Vater nicht aufgibt, so verlässt der Mensch das Wesen unseres Geschlechtes nicht.

 

Immer wieder muss es gesagt werden: einer und derselbe ist wahrhaft Sohn Gottes und Menschensohn, Gott dadurch, dass er "im Anfang das Wort war und das Wort bei Gott und das Wort Gott war" (Joh 1,1), und Mensch dadurch, dass "das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte" (Joh 1,14)

So können wir nur staunend und überwältigt vor der Frau stehen und auf sie schauen, die dieses große Geheimnis empfangen hat als die Unbefleckte Empfängnis:

„Jungfrau Maria, nimm das Wort an, das dir der Engel gebracht hat. Du wirst empfangen und einen Sohn gebären, der Gott und Mensch zugleich ist.“ (Responsorium der Lesehore)

Und Maria kann nur jubeln in der Gnade des Herrn: Hoch preist meine Seele den Herrn, und mein Geist jubelt in Gott, meinem Retter. (Lk 1,46)