Durch IHN und mit IHM und in IHM
Am Höhepunkt der Eucharistiefeier, nach der Wandlung der Gaben von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi, verkündet der Priester dem versammelten Volk Gottes dies:
Durch IHN und mit IHM und in IHM
Ist Dir, Gott, allmächtiger Vater,
In der Einheit des Hl. Geistes
Alle Herrlichkeit und Ehre
Jetzt und in Ewigkeit.
Und die Gemeinde antwortet mit: Amen.
Was geschieht bei diesen mächtigen Worten?
Bevor wir darauf versuchen eine Antwort zu geben, schauen wir zuerst auf den Zusammenhang dieser Worte in der Liturgie.
Unmittelbar folgt auf diese Worte das Vater-unser, unmittelbar voraus geht das Hochgebet mit den Wandlungsworten und den weiteren Gebeten.
Wenn also diese Worte gesprochen werden, ist Jesus Christus in Seiner verherrlichten Leibsgestalt mitten unter uns: Derjenige, der am Kreuz für uns das Heil errungen hat, der vom Kreuz abgenommen wurde und ins Grab gelegt wurde, der am dritten Tage auferstanden ist und nun in seiner verherrlichten Gestalt als Mensch und Gott zur Rechten des Vaters thront, Er ist es, der real in unserer Mitte ist. Seine Gegenwart schenkt uns den Zugang zum Vater. Der Geist hat nicht nur Brot und Wein verwandelt, sondern auch uns, die wir den Gottesdienst feiern. Wir werden durch den Hl. Geist erhoben in die Gegenwart Gottes.
Der Priester, der nun diese Worte spricht, wirkt in der Person des Ewigen Hohepriesters. Jesus ist der Mittler zwischen Gott und dem Menschen. Der zelebrierende Priester vergegenwärtigt den Ewigen Hohepriester, der sich selbst dem Vater darbringt als Opfergabe, die Ihm gefällt. Jesus selbst ist die Gabe und der Geber in einer Person. Als der Sohn Gottes ist Er der Geber, der seine Menschennatur als Gabe dem Vater darbringt und sagen kann: Ich komme, Vater, um Deinen Willen zu erfüllen.
Der zelebrierende Priester spricht, zur Gemeinde gewandt, zum Vater. Vor den Augen der Gläubigen spricht er zum Vater und sagt Ihm: Durch Jesus, Deinen Mensch gewordenen Sohn, sind wir hier. Mit Ihm vereint zu einem Leib, sind wir hier. In Ihm sind wir neue Schöpfung geworden, in Ihm sind wir aus Gott geboren, und stehen so vor Dir, dem Vater. In der Einheit des Hl. Geistes sind wir der eine neue Mensch geworden, ganz nach dem Bild des Sohnes gestaltet. Alle Herrlichkeit und Ehre bringen wir dir, dem Vater, durch Ihn und mit Ihm und in Ihm, dem Gottmenschen.
In einem gewaltigen Schwung des Hl. Geistes wird der Mensch emporgezogen zum Vater, wie einst Jesus versprochen hat, alle einst an sich zu ziehen. Im Wehen des Hl. Geistes geschieht das Wunder, das die Feiernden durch den Sohn, mit Ihm vereint, in Ihm sein dürfen. In Christus wird die Einheit des Leibes. Vor den Augen der Gläubigen vollzieht sich dieses große Geheimnis, dass Gott alles in allem und in allen wird.
Und in Amen bezeugt das gläubige Volk: Ja, so sei es! Ja, es ist wahr! Ja, so ist es in alle Ewigkeit.